Entwicklung der Bruchwiesen

Im Januar 2018 startete der NABU sein Bemühen um Erhalt und Entwicklung des Naturparadieses "Bruchwiesen von Büttelborn". In Teamarbeit von NABU Büttelborn und NABU Kreisverband Groß-Gerau sowie mit  Unterstützung umliegender NABU-Ortsgruppen und vor allem des NABU Hessen  konnte das Projekt umgesetzt werden. Nun ist das NABU-Schutzgebiet "Bruchwiesen von Büttelborn" ein überregionales Projekt und wird in Abstimmung mit Landesverband und Aktiven vor Ort federführend vom Kreisverband betreut. Es wird vom Kreis Groß-Gerau und von der Gemeinde Büttelborn gefördert. Vor Ort kümmert sich eine Arbeitsgruppe aus NABU-Aktiven und die Landwirte Helko und Bettina, denen die Rinder gehören, um das Schutzgebiet und die Weiden. Projektleiter ist Stefan Leimbach.

Hier können Sie die Entwicklung des Projektes mitverfolgen


November 2020

Nachwuchs in den Bruchwiesen

Ganz überraschend ist letzt Woche ein Kälbchen in den Bruchwiesen geboren worden. Mutter und Kalb sind wohlauf und schon wenige Tage später hüpfte das Kälbchen Anja munter über die Weide. Bettina, der Landwirtin, war die Mutterkuh schon einige Tage zuvor aufgefallen, da sie immer etwas abseits der Herde stand. Letzten Mittwoch war es dann soweit: Das kleine Kalb der Rasse "Rotes Höhenvieh" wurde geboren. Auch eine weitere Kuh des Roten Höhenviehs ist trächtig-zu erkennen an den ausgeprägten Eutern.

Vergangenen Samstag kamen Bettina und Helko, um die Mutterkühe und Anja, zusammen mit einigen anderen Rindern abzuholen und ins Winterquartier zu bringen. Aber Anja war spurlos verschwunden. Wir machten uns schon Sorgen, ob ihr nichts passiert sei. Aber Grund zur Sorge bestand nicht, wie wir später feststellten, als Bettina ganz lässig die anderen Kühe zusammen trieb. Denn da flitzte auf einmal Anja auf die Herde zu. Sie hatte etwas abseits im Gras gelegen und geruht.

Nach und nach werden in den nächsten Tagen alle Rinder von den Weiden abgeholt, um den Winter in ihren Ställen zu verbringen. 


Müllsammelaktion

Olaf räumt in den Bruchwiesen auf-KAG Bruchwiesen im NABU
Olaf sorgt für müllfreie Bruchwiesen (Foto: bernd Petri)

 

Eine ganze Menge Müll hat Olaf wieder aus den Bruchwiesen geholt:

-eine Menge Draht

-Plastik-Deckel

-Gummistiefel

-eine alte Plastik-Plane

-und noch Einiges mehr

Eine ganze Fahrradanhänger-Ladung ist dabei wieder zusammengekommen.

Vielen Dank für Deinen Einsatz, Olaf!


Oktober 2020

Arbeitseinsatz Herbstzeitlose

Die Herbstzeitlose bevorzugt nährstoffreiche Böden und kommt vor allem auf Äckern vor, die nicht mehr gedüngt werden. Aus Naturschutzgründen erfolgt die Mahd der Wiesen erst im späten Frühjahr, was der Herbstzeitlosen,  die Möglichkeit gibt, sich schnell zu verbreiten. Sie hat ihren Blattaustrieb im zeitigen Frühjahr, vor der Mahd, und kann so Energie in der Knolle speichern.

Für die Landwirte wird sie zum Problem. Sie benötigen das Heu der Wiesen, um genug Futtervorrat für ihr Vieh im Winter zu haben. Ist die hochgiftige Herbstzeitlose im Mahdgut, kann es nicht mehr verfüttert werden.

Um Naturschutz mit schonender Landwirtschaft zu vereinbaren, hat der NABU in Absprache mit dem Regierungspräsidium Darmstadt Flächen gekennzeichnet, in denen große Herbstzeitlosen-Vorkommen sind. Diese werden für einige Jahre früh gemäht, um der Herbstzeitlose ihre Kraft zu nehmen.

Vereinzelte Vorkommen werden per Hand ausgestochen.

So kann der Landwirt genug Heu für seine Tiere ernten. Gleichzeitig schafft die zeitlich versetzte Mahd eine vielfältigere Struktur auf den Wiesen.

Bei drei Arbeitseinsätzen wurden zahlreiche Herbstzeitlose händisch ausgestochen. Beeindruckend ist, wie tief (bis zu 15 cm ) die Knolle in der Erde steckt. Mit Brecheisen und selbst angefertigten Werkzeugen konnte eine große Fläche von Herbstzeitlosen befreit werden.

Zwischendurch statteten die Störche einen Besuch ab.

Vielen Dank an alle Herbstzeitlosen-Ausstecher!

 

mehr Infos zur Herbstzeitlosen

 


Müllsammelaktion

Zwei Mal ist Olaf mit seinem kleinen Fahrradanhänger zur Kuhweide in den Bruchwiesen gefahren und hat dort Müll gesammelt. Unglaublich, was dabei alles zusammen gekommen ist:

(Foto: Olaf Wörner)
(Foto: Olaf Wörner)
jede Menge Müll hat Olaf in den Bruchwiesen gesammelt
(Foto: Olaf Wörner)

 

Jede Menge Plastik, lehre Flaschen, ein Eimer voll Draht, und vieles mehr...



Die Rinder wechseln die Weide

Rinder in den Büttelborner Bruchwiesen auf ihrer neuen Weide
Gruppenkuscheln auf der neuen Weide (Foto: Olaf Wörner)

Anfang Oktober haben wir den Weidezaun versetzt, sodass die gut 30 Rinder auf die angrenzende Weide wechseln können.  Kaum ist der Zugang zur neuen Weide frei, stürmt das Rote Höhenvieh kurz darauf gefolgt von den Galloway-Rindern,  ins frische Grün. Es dauert nicht lange, da haben die Tiere auch den Weg über den Graben, der zwischen beiden Weiden liegt, gefunden und tummeln sich nun im hüfthohen Gras.

Eine knappe Woche später haben nun auch die Galloway-Rinder am Landgraben die Weide gewechselt. Zunächst mussten sie in den Transportanhänger getrieben werden, der sie dann auf die rückseitig angrenzende frische Weide brachte. Dort werden sie bis November grasen, bevor sie in ihr Winterquartier umziehen.

Anschließend wurde die Wiese hinter den Storchennestern eingezäunt, sodass auch die Galloway-Mutterkühe, die ihre bisherige Weide, auf der anderen Seite des Feldweges weitgehend abgegrast haben, frisches Grün bekommen.


Juli 2019

Die Rinder kommen in die Bruchwiesen

Helko Fischer und Bettina Fay haben Verstärkung in die Bruchwiesen gebracht. Von nun an werden hier circa 50 Rinder die Bruchwiesen zur Landschaftspflege beweiden. Regelmäßig werde sie die Weide wechseln.

Die Galloway-Rinder und das Rote Höhenvieh fühlt sich sichtlich wohl im frischen Grün. 

Schon jetzt gibt es reges Interesse am Projekt seitens der Bevölkerung.

 


Juni 2019

Arbeitseinsatz - Wasser für die Mulden


Das Regierungspräsidium Darmstadt hat ins NABU-Schutzgebiet Bruchwiesen von Büttelborn eingeladen

Naturschutz-Abteilungsleiterin Jutta Flocke sowie Dezernatsleiterin Gabriele Fillbrandt und Artenschutzexpertin Jutta Schmitz besuchten am 10. April das durch GAK-Mittel (GAK=Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz)  geförderte Projekt zum Schutz des Büttelborner Niedermoores und seiner Bewohner. Bürgermeister Andreas Rotzinger sprach die Eröffnungsworte. Elke Grimm vertrat den Landkreis. Auch Hartmut Mai und Maik Sommerhage vom NABU Landesverband und der Stiftung nahmen teil, ebenso wie Vertreter von Kreis- und Ortsverband. Außerdem waren 50 Gäste mit dabei.


November 2018

Bilder vom Arbeitseinsatz im neuen NABU-Schutzgebiet "Bruchwiesen bei Büttelborn"

Am Samstag, den 17. November trafen sich 15 NABU-Schaffer der Kreis-AG "Bruchwiesen" im neuen NABU-Schutzgebiet "Bruchwiesen bei Büttelborn" zu einem Arbeitseinsatz. Es wurde geharkt, gerecht, Holz weggetragen und Sitzwarten für Vögel errichtet. Die ganze Aktion wurde geleitet vom Projektkoordinator Bernd Kreim und Helmut Lunz. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel. Es wurde viel gelacht und die Freude über das gelungene NABU-Projekt war allen anzumerken. Am Ende saßen alle gemütlich beisammen und genossen "Worscht" vom Metzger "Balles" und selbst gebackenen Kuchen. Für die trockenen Hälse gab es Darmstädter "Braustübl" sowie Kaffe und Tee. Es war einfach herrlich.


Wir freuen uns. Das NABU-Schutzgebiet "Bruchwiesen von Büttelborn" ist da.


So sah es vorher aus

Blick auf die büttelborner Bruchwiesen in nördliche Richtung
Blick auf die Büttelborner Bruchwiesen in nördliche Richtung (Foto: Carsten Ott)

Ursprünglich war das Schutzgebiet eine landwirtschaftlich genutzte Fläche

Die Initiative des Projektes ging von Aktiven des NABU-Büttelborn aus: Die Bruchwiesen bei Büttelborn sollen zum Schutzgebiet werden, da sie eine große Bedeutung für Klimaschutz und Artenvielfalt haben. Im Januar 2018 konnten 13,5 Hektar Fläche im Feuchtgebiet der Alt-Neckarbereiche gekauft werden:

Beteiligt hieran waren NABU-Stiftung, NABU-Kreisverband-Rhein-Main, NABU-Büttelborn, Land Hessen, Kreis Groß-Gerau, Gemeinde Büttelborn und zahlreiche Einzelspender.