Schmetterlinge

Lepidoptera

Falter
Oleander-Schwärmer (Foto: Erik Opper)

Es gibt sie in verschiedensten Formen und Färbungen. Sobald es im Frühjahr wärmer wird, sieht man sie umherfliegen: Die Schmetterlinge

Die Schmetterlinge, die wir tagsüber zu Gesicht bekommen, sind nur ein kleiner Teil der Arten in der Insekten-Ordnung Schmetterlinge

Nachtfaalter
Ampfer-Purpur-Spanner, ein Nachtfalter (Foto: Erik Opper)
Labkraut-Schwärmer , ein Nachtfalter (Foto: Erik Opper)
Labkraut-Schwärmer , ein Nachtfalter (Foto: Erik Opper)
Tagfalter Bläulinge
Bläulinge (Foto: Nisse Kremser)


Lebenszyklus

Eiablage

Männchen und Weibchen des Schmetterlings paaren sich. Dabei überträgt das Männchen Samenpakete in eine Tasche am Hinterleib des Weibchens. Bei der Eiablage gelangen die Samen in die einzelnen Eier und befruchten diese.

Ein Weibchen kann je nach Schmetterlingsart zwischen 50 und 3000 Eier legen

Schmetterlings-Ei
Ei eines Blauen Eichen-Zipfel-Falters, eine Bläulingsart (Foto: Markus Bosch/NABU-Netz)

Raupe

Aus dem Ei schlüpft eine Raupe. Nachdem die ihre Eischale aufgefressen hat, ernährt sie sich ausschlieslich vegetarisch. Nur wenige Arten, ernähren sich auch von anderen Insekten.

Im Raupenstadium wächst die raupe enorm und vervielfacht ihr Körpergewicht um ein tausendfaches.

Während des Wachstums häutet sie sich mehrmals.

Den größten Teil seines Lebens verbringt ein Schmetterling als Raupe

Schmetterlings-Raupe
Jakobskrautbär-Raupe auf Nahrungssuche (Foto: Sandra Malz /NABU-Netz)

Puppe

Nach der letzten Häutung verpuppt sich die Raupe. Manche Arten spinnen sich dazu einen schützenden Kokon, in dem sie das Puppenstadium überdauern. andere Arten tarnen sich gut in ihrer Umgebung.

Nun findet die Metamorphose des Schmetterlings statt

Schmetterlings-Puppe
Puppe des Appollo-Falters (Foto: Markus Bosch/NABU-Netz)

Imago

Schließlich platzt die Puppenhaut und der fertige Falter schlüpft heraus. Nachdem die flügel getrocknet und mit Blut vollgepumpt sind, kann er fliegen.

Nun ist es seine Aufgabe, sich zu paaren, damit der Zyklus wieder von vorne beginnen kann.

Im Imago-Stadium leben die Schmetterlinge nur eine kurze Zeit, manche Arten sogar nur wenige Stunden.

Schmetterlings-Imago
Brauner Dickkopffalter (Foto: Martina Polensky/NABU-Groß-Gerau)


Schmetterling auf Nahrungssuche
Ein Weißling saugt Nektar an einem Wiesen-Schaumkraut im NABU-Schutzgebiet Bruchwiesen Büttelborn (Foto: Stef Leimbach)

Nahrung

Ausgewachsene Schmetterlinge ernähren sich hauptsächlich von Nektar, Pflanzensäften,  Honigtau von Läusen oder auch von faulem Obst.

Manche Arten ernähren sich sogar von Tierexkrementen, Urin Schweiß oder Tränenflüssigkeiten. beispiele hierfür sind der Große Schillerfalter und der Große Eisvogel.

Um Mineralien aufzunehmen nehmen Schmetterlinge Wasser aus kleinen Pfützen zu sich. dort kann man sie an heißen Sommertagen gut beobachten.

Die Raupen der Schmetterlinge ernähren sich hauptsächlich von Blattmasse.

 



Tagfalter oder Nachtfalter?

grob unterscheidet man die Arten der ordnung schmetterlinge in tagfalter und Nachtfalter, auch wenn manche Schmetterlings-Familien sowohl Tagfalter-Arten, als auch Nachtfalter-Arten aufweisen.

Im folgenden sind einige Unterscheidungsmerkmale zu Ta- und Nachtfaltern aufgelistet, anhand derer man mit großer Wahrscheinlichkeit bestimmen kann, ob es sich um einen Tag- oder Nachtfalter handelt. Aufgrund der Vielfalt der Schmetterlingsarten kann es aber immer wieder ausnahmen geben.

 

Tagfalter

  • In der Ruheposition sind die Flügel nach oben zusammengeklappt

 

  • Die Fühler sind am Ende knopfförmig verdickt

Nachtfalter

  • In der Ruheposition falten sie ihre Flügel dachförmig nach hinten über den Körper oder klappen sie seitlich weg.

 

  • die Form der Fühler ist vielfältig, jedoch haben Nachtfalter niemals Fühler mit am Ende verdickten Knöpfen


Gefährdung

Obwohl die Schmetterlinge nach der Ordnung der Käfer diejenige Insektenornung mit den zweitmeisten arten ist, sind viele dieser Arten bedroht und die zahl der Tag- und Nachtfalterarten geht zurück.

50 Prozent der falterarten stehen mittlerweile auf der Roten Liste.

Bedrohung stellt vor allem Lebensraumverlust und Verlust von Nahrungsquellen statt. Dies sind Auswirkungen von Flächenversiegelung, intensiver Landwirtschaft und der Entwässerung von Feuchtgebieten.

Weiterer Faktor der die Falter bedroht, sind nächtliche Beleuchtungen, die die Orientierung dieser insekten stören.

Blühläche des Projektes Grüner-Gürtel-Groß-Gerau
Säume und Feldraine sind wichtige Wanderkorridore in der Agrarlandschaft. Hier eine Fläche des Blühstreifen-Projektes des NABU-Groß-Gerau (Foto: Martina Polensky/ NABU-Groß-Gerau)


So können Sie helfen:

  • Pflanzen sie heimische Stauden. davon profitieren auch andere Insekten.
  • Achten sie auf eine gute Mischung aus schmetterlingsfreundlichen Nektarpflanzen (für die ausgewachsenen Falter) und Futterpflanzen (für die Raupen)
  • Auch Frühblüher verhelfen den überwinternden Faltern zu einem guten Start ins Jahr
  • manche Schmetterlinge überwintern bei uns. Als Winterquartier, aber auch als Regenschutz können sie Reißighaufen anlegen
  • Auch eine "Wilde Ecke" im Garten, hilft der Artenvielfalt
  • verzichten Sie auf Pestizide im Garten
  • Mähen Sie nie den ganzen garten auf einmal. So finden Insekten immer einen kleinen Rückzugsraum und genügend Nahrung
  • weitere Tipps für den Schmetterlingsgarten finden Sie hier

Quellen:

  • https://www.bluehendesoesterreich.at/naturmagazin/tagfalter-oder-nachtfalter-was-sind-die-unterschiede
  • https://www.hs-bremen.de/internet/de/studium/stg/istabm/lehrende/brunken/1-13_oekol_daten/artenkenntnis/entomologiess12/lepidoptera/
  • https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/schmetterling
  • https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/tiere_und_pflanzen/schmetterlinge/wie_helfe_ich_den_schmetterlingen.pdf
  • https://www.schmetterlinge-d.de/Lepi/Default.aspx?id=2202
  • https://nachtfalter1.jimdofree.com/